Uferlos 2010 – Das Kulturfestival mit Topstar Nina Hagen verspricht schillernde Stimmung nicht nur für Schwule & Lesben.
Wien ist Weltstadt mit Geschichte und viel Kultur – und eine offene und moderne Metropole. Events wie der Life Ball oder die Regenbogenparade präsentieren jedes Jahr eindrucksvoll, wie unterschiedliche Menschen mit Freude gemeinsam das Leben genießen. Nun hat der Vorverkauf für ein ungewöhnliches, zweiwöchiges Kulturfestival der etwas anderen Art begonnen. Nach dem erfolgreichen Start dieses Festivals im Vorjahr findet „Uferlos 2010“ erstmals in der Wiener Stadthalle statt und bringt einzigartige KünstlerInnen nach Wien – von Kabarett über Chanson, Pop und mitreißendem Rock, bis hin zu Verwandlungskunst auf höchstem Niveau reicht die Palette.
Nina Hagen & Co. on Stage. Die Namen der beteiligten Künstler sprechen für sich: Nina Hagen, Marianne Rosenberg, Cora Frost, Alfred Biolek, Irmgard Knef, Tim Fischer, Malediva, Chris Kolonko und Peggy, Meggy & Friends werden schillernde Stimmung in die Wiener Stadthalle bringen. Das Besondere an „Uferlos“ sind nicht nur die Künstler, sondern auch die Dauer dieses Events: Von 18. Juni bis 2. Juli 2010 wird gefeiert und mit Sicherheit ein Zeichen gesetzt: für Wien, für Gleichstellung und für jede Menge unvergessliche und unterhaltsame Stunden!
Von Rosenberg bis „Knef“. Den Auftakt zum verqueerten Kulturfestival macht Marianne Rosenberg am 18. Juni in der Halle F der Wiener Stadthalle. Die Ikone der deutschen Rock-/Pop-Szene, deren Karriere bereits in der 1970er Jahren begann, meldet sich im Frühjahr 2010 mit neuer CD zurück. Mit „Heute Abend“ sorgte Irmgard Knef für die bestbesuchte Veranstaltung bei „Uferlos 1“. Der Berliner Künstler Ulrich Michael Heissig erhielt für seine höchst amüsante Darstellung der erfolglosen Zwillingsschwester 2006 den Deutschen Kleinkunstpreis und gastiert am 24. Juni in der Halle E.
„Kabarett ist es auf keinen Fall. Chanson auch nicht richtig; Chanson im französischen Begriff schon eher, aber im Deutschen hat das ja eher etwas Anrüchiges oder Pikantes. Frauentheater ist es auch nicht. Nee, weiß nicht, was es ist“, so Cora Frost über ihr Programm. Wenn sie selbst es nicht weiß, steht eines fest: Man darf auf den 25. Juni gespannt sein.
Paradiesvogel. Nina Hagen muss nicht vorgestellt werden – die Ostberlinerin ist eine der schrillsten Persönlichkeiten Deutschlands und machte mit Songs wie „Du hast den Farbfilm vergessen“ oder „Ein Herz kann man nicht reparieren“ (mit Udo Lindenberg) und kehlig-monströser Stimme von sich reden. Der Paradiesvogel beehrt die Halle D der Wiener Stadthalle am 26. Juni.
Fernsehtheater und ungeschminkte Streitereien. Am 30. Juni singt Tim Fischer „Das Konzert“ in der Halle E und bindet damit einen Strauß aus den ultimativ schönsten Liedern seiner zwanzigjährigen Chanson-Karriere – von der „Rinnsteinprinzessin“ bis hin zum „Großen schwarzen Vogel“.
Nach vier Jahrzehnten in der deutschen TV-Unterhaltung traut sich Alfred Biolek nun auf die Bühne und erzählt dem Theaterpublikum seine Geschichte. Ein passender Titel wäre vielleicht „Wie einer auszog, das Theater zu lernen.“ Doch auch der Originaltitel „Mein Theater mit dem Fernsehen“ lässt erahnen, dass Biolek die Zuschauer auf eine Reise durch vierzig aufregende TV-Jahre mitnehmen wird – zu sehen am 29. Juni in der Halle E.
In ihrer sechsten und bisher aufwendigsten Produktion „Ungeschminkt“ darf man die Jungs von Malediva dabei beobachten, wie sie von ihrer Hochzeitsfeier versuchen, ihr neues Leben als Ehepaar zu meistern, bevor sie im zweiten Teil die Barhocker-erprobte Showvariante ihres immerwährenden Streitsgesprächs zum Besten geben – 1. Juli, Halle E.
Ein Hauch Marlene. Eine wunderbare Stimme, spritzige Conferencen, Stepptanz-Verpackung, bezaubernde Kostüme und extravagante Perücken – all das vereint Chris Kolonko mit seinem unverwechselbaren Charme zur außergewöhnlichen Musical-Entertainment-Show.
Schillerndes Vergnügen mit Peggy Meggy & Friends. Von hervorragenden Imitationen und witzigen Parodien bis hin zu Live-Gesang und Tanz reicht das Repertoire von der österreichischen Travestietruppe Peggy Meggy & Friends, der schillernden Vorgruppe von Chris Kolonko bei „Uferlos 2010“. Im neuen Programm „A Brand New Day“ ziehen sie alle Register und präsentieren einen Mix aus Conference, Parodie, Imitationen, und Verwandlungskunst auf hohem Niveau. Ob Amy Winehouse, Lady Gaga, Madonna, Whitney Houston, Barbara Streisand oder Karel Gott – vor Peggy Meggy & Friends bleibt niemand sicher.
Info: www.stadthalle.com
© vormagazin.at (10.03.2010)